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Home > News  > Sidenor nimmt an der Initiative Massiver Leichtbau, Phase III, teil

TIm Juli 2017 wurde die dritte Phase der Initiative Massiver Leichtbau gestartet.

Ab sofort widmen sich Unternehmen aus Europa, Asien und den USA aktuell dem Leichtbaupotential von Hybridfahrzeugen und schweren Lkws in Antriebsstrang, Fahrwerk und Getriebe. Die Ergebnisse werden im Frühsommer 2018 vorliegen. Sidenor fördert dieses Projekt.

38 Unternehmen aus Deutschland, Westeuropa, Japan und den USA werden unter dem Dach des Industrieverbands Massivumformung e. V. und des Stahlinstituts VDEh an der Entwicklung von Leichtbaumethoden durch den Einsatz von innovativen Stählen und Schmiedeteilen zusammenarbeiten.

 

Im Hinblick auf die zunehmende Elektrifizierung wird das existierende Leichtbaupotenzial eines Hydridfahrzeugs durch den Einsatz von beanspruchungsgerechter, gewichtsminimierter Bauteilgestaltung und gewichtsoptimierten Materialen untersucht. Die Untersuchung bietet zudem Einblicke in neue, innovative Antriebtechniken. Außerdem zielt sie darauf, relevante Potenziale für Unternehmen der Massivumformung sowie Anwendungsmöglichkeiten hinsichtlich moderner, innovativer Stähle aufzuzeigen und den Schwerpunkt auf Stahlproduktion für neue Bauteile zu legen.

In dieser vielseitigen Untersuchung werden alle Fachgebiete – von der Werkstoffherstellung bis hin zum Schmieden und Bearbeiten von Teilen – zusammengebracht, und zwar im Rahmen der intensiven internationalen Zusammenarbeit von zehn Stahlherstellern, einschließlich Sidenor, sieben Maschinenbauunternehmen, einem Werkzeughersteller und 20 Unternehmen der Massivumformung.

Ferner wird im Hinblick auf die Leichtbauuntersuchungen über einen Personenwagen und einen leichten Lkw als ein weiterer Schwerpunkt der Fokus auf das Getriebe und den Antriebsstrang mit Kardanwelle und Differential eines schweren Nutzfahrzeugs gelegt. Wie in den zwei früheren Phasen sollen alle Leichtbaumethoden in Bezug auf ihr Leichtbaupotenzial, Kosten und Umsetzung bewertet werden.

Ebenso werden durch begleitende Getriebestudien die primären und sekundären Effekte des Leichtbaus für die Getriebe des Hybridfahrzeugs sowie des Lkws ermittelt.

Die Phasen I und II haben gezeigt, dass beanspruchungsgerechte hochfeste Stähle heutzutage bereits auf dem Markt sind, um Getriebe zu gestalten, die leichter und effizienter sind. Die Initiative soll nun die Frage klären, welche Informationen zur Einführung von neu entwickelten höherfesten Getriebestählen beim Anwender erforderlich sind.

Mit diesem umfassenden Maßnahmenpaket tragen die Schmiede- und Stahlindustrie dazu bei, Lösungen zu einer erheblichen Verringerung des Gewichts, des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen für die gesamte Fahrzeugpalette, vom Personenwagen zum schweren Nutzfahrzeug, anzubieten.

Rückblick:

2013 haben sich zunächst 24 Unternehmen der Massivumformung und der Stahlherstellung in der „Initiative Massiver Leichtbau“ zusammengeschlossen, um aufzuzeigen, welche Beiträge die Massivumformung zum automobilen Leichtbau leistet. Experten aus beiden Branchen haben sich die Frage gestellt, wie einzelne Bauteile durch werkstoff- und fertigungstechnische sowie konstruktive Maßnahmen leichter werden können – von der Kurbelwelle über Getriebewellen und Zahnräder bis hin zur Schraube. Mit beeindruckenden Ergebnissen: Bei den erfolgreich optimierten Bauteilen eines Mittelklasse-Pkw in Projektphase I konnten die Leichtbauideen das Gewicht um durchschnittlich 10 Prozent senken und 42 kg Gewicht einsparen. Bei einem leichten Nutzfahrzeug in Projektphase II mit 28 Unternehmen der Massivumformung waren es sogar 99 kg.

2015 ist zudem ein durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördertes Forschungsvorhaben mit 10 Instituten und Lehrstühlen gestartet, um mithilfe neuer Stahlwerkstoffe sowie Bauteilkonstruktionen und Fertigungsmethoden den Antriebsstrang von Automobilen noch leichter zu machen und trotzdem höchste Lebensdauererwartungen zu erfüllen.